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Ein Rentner - das Wesen zwischen und in den Welten!

 

 

 

.....eine nicht ganz ernst zu nehmende Story - leider gibt es viel die nur Grundsicherung haben und leider sehr zu knappsen haben.

Nun bin ich es - ohne wenn und aber - einfach so.....

Mit dem 1.Oktober 2014 hat sich mein Leben verändert - grundlegend -  von Einem auf den anderen Tag gehöre ich der Kaste der angeblich nie "Zeit habenden", immer  "unter Dampf" stehenden  "ruhelosen" Ruheständlern an! Zurückblickend auf 47 Arbeitsjahren.

1967 begann ich meine berufliche Laufbahn als Lehrling bei einem Herrenausstatter in Stuttgart als Schaufenstergestalter. Schon damals war ganz klar abzusehen, dass dieses Phase im meinem Leben irgendwann ein abruptes Ende nehmen würde -  ich musste nur Geduld haben! 

Die Jahre zwischen Schulende und Renteneintritt mussten erst mit arbeiten ausgefüllt werden 

-  diese Tätigkeit womit man sich im Grunde den ganzen Tag versaut!!!!

Nun ist es ist soweit -  auf Grund meines schon mehrfach erwähnten  "Loch im Hals"  konnte ich mich mit meinen knapp 63 Lenzen aus der Arbeitswelt verabschieden  - meinen Bus zum letzten Mal einparken! 

Ich konnte endlich tun und lassen was ich wollte  -  z.B. den ganzen Tag faul rumliegen und am Abend das Fernsehprogramm komplett ausreizen. Vormittags ist das TV Angebot nämlich etwas gewöhnungsbedürftig - um nicht zu sagen "da kommt a rechter Schmarrn"  - was sich nach der Mittagspause fortsetzt.  

Dies war einer der Gründe warum ich nach kurzer Zeit schon begann mich körperlich zu betätigen - aufstehen, waschen, rasieren, Frühstück. Danach Joga und "Seng Pfui" - was meinem Körper die nötige Elastizität für den weiteren Tagesverlauf geben sollte.

Nach Tätigkeiten dieser Art sowie den Hausarbeiten, stand eine Exkursion zur Stadtmitte auf der "to do Liste"!  Unterwegs traf ich Menschen die sich über das Bruttosozialprodukt Gedanken machten weshalb sie div. Tätigkeiten ausübten - wohl um sich die Zeit zu vertreiben -  wie die Verkäuferin im Supermarkt -  oder der "elektrische" Nachbar der sein Fahrzeug für den nächsten Auftrag bestückte.

Beide hätte ich zu einem Cappu eingeladen, um meiner plötzlichen auftretenden Langeweile entgegenzuwirken -  was DIE  - nicht nachvollziehbar dankend ablehnten - völlig unverständlich!

ICH HATTE DOCH ZEIT OHNE ENDE......

Etwas irritiert trottete ich weiter Richtung City, in der Hoffnung ein paar rumhängende Pensionisten anzutreffen

- dem war nicht so!  

Alles was ich traf hatte es leider sowas von dick - Klaus, der  musste bei einem Autovermieter den Fuhrpark sauber halten  - Günther chauffierte bei einem Busunternehmer im 450 Euro MonatsModus  - ca. 6 Stunden täglich - Menschen durch die Gegend und Detlef machte einen auf Opa - für den Job war ich nun wirklich zu jung!              Wenn man bei Günni genau nachrechnet, müsste der eigentlich schon im Jahr 2035 leben!!!!

Günni war übrigens der, welcher zu regulären Arbeitnehmerzeiten immer rum jammerte das ihm das frühe Aufstehen so viel Probleme bereitetn würde - nun stand er aber ohne Not - ( er war pensionierter Beamter mit erheblich höheren Ruhestandsbezügen = Anmerkung des Schreibers) -  um 4Uhr morgens auf der Matte um Leute in die Schicht zu kutschieren! 

Eines hatten sie alle gemeinsam - KEINE ZEIT!

Bei Tschibo! -  hatte ich mir sagen lassen - dort halten sich ständig einige Exemplare von Ruheständlern auf - da soll so ein Art Reservoir für diese Spezies existieren, mit Kaffee und Kuchen!

Ich hin und....... Fehlanzeige, die waren natürlich schon verplant - sie hatten nur ein Zeitfenster in dem sie sich mit koffeinhaltigen Getränken dopten und schwupp - weg waren sie wieder!

Das hatte ich mir anders vorgestellt - Ruhe, Quatschen - scherzen, schaun und den Tag genüsslich vorbei ziehen lassen -  fette Kohle einschieben????

Selbstredend war das der Irrtum schlechthin - als fette Kohle konnte man den von der Knappschafft zuteilten Salär wohl nicht bezeichnen und von daher konnte ich mir vorstellen warum einige Ruheständler so unruhig waren!   

Gut - einen Nebenjob habe ich auch - einen an dem ich täglich ca. 1 Stunde zu tun hatte - bei freier Zeiteinteilung - danach konnte ich genießen.

Mit diesem Zubrot komme ich ganz gut über die Runden  - habe keinen Stress, brauchte also nicht wirklich einen Dritt-  Viert oder Fünftjob  so wie viele Kollegen meinten das zu brauchen!  Wenn ich mir das ausmahle, des Geldes wegen unbedingt noch dies oder jenes zu machen - nein danke.

Es gibt sie aber leider auch  - diese Individuen die vor lauter  "ohne mich geht`s nicht"  mit Eurozeichen in den Augen ihren Lebensabend auf diese Weise verarbeiten!  -   keine Zeit - bin Rentner!

Dieser Lebensabschnitt ist eh schon gefährlich genug -  ich habe noch keinen gesehen der das überlebt hat! 

Ergo: ....muss man sich dann diese Zeit durch Stress noch gefahrträchtiger gestalten?

Wie oft steht in der Zeitung das ein 95 jähriger Rentner falsch auf die Autobahn eingefahren ist -  das Einer in den Bach gefallen sei  - wieder ein Anderer hat sich beim Sprung vom 5m Brett etwas zu viel zugemutet, ist daneben gesprungen..... oder gar der Rentner der das Bruttosozialprodukt in die falsche Ecke schaufelte  - zusammengebrochen!

Was allerdings sehr ungerecht ist  - als Rentenbezugsberechtigter hat man auch keinerlei Anspruch auf Urlaub - freie Tage -  sogar die Wochenenden oder Feiertage sind in`s Dasein integriert!!

........wie werde ich das nur meistern - ständig das Ende vor Augen.....

 

 

Das Rentnerleben ist hart, kaum zu beißen und sehr gefährlich...!!

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spiegel online meldet am 25.08.2015!

Rentner ruft eigenen Ministaat in Italien aus!!!

..............................ich werde sofort die Einbürgerung beantragen.

 

 

 


 

 

 

 

 

      

 

 

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